Prellböcke vertagen die Entscheidung um die Meisterschaft

30 Jan

Am vergangenen Samstag hatten die Prellböcke eine schwere Aufgabe zu bestehen. Die Reserve von Tornado Niesky empfing die Eisenbahner im heimischen Waldstadion. Die Gastgeber benötigten nur einen Punkt, um sich die Titel zu sichern. Vor der DTL-Rekordkulisse von 500 Zuschauern wollten die Spieler um Trainer Frank Girbig die Meisterschaft im heimischen Stadion gegen eine Prellbock-Mannschaft feiern, die in den vorherigen Partien nicht überzeugen konnte und mit zwei Niederlagen in Folge im Gepäck anreisten.

Bei perfekten äußeren Bedingungen entwickelte sich eine intensive Begegnung, bei dem beide Mannschaften mit offenem Visier spielten. In der 11. Spielminute waren es dann die Eisenbahner, die nicht unverdient in Führung gingen. Gabor Vaczi behauptete die Scheibe nach einem Zuspiel von Toni Kober hinter dem Tor der Gastgeber, zog in den Slot und schob überlegt unter dem Torhüter ein. Die Tornados geben jedoch postwendend die Antwort. Nach einem Fehler im Aufbauspiel der Prellböcke eroberten die Gastgeber die Scheibe und Daniel Höher überwand Jens Hoffmann im Nachschuss. In der Folge gab es einen Bruch im Spiel beider Mannschaften. Nach einem Bully in der Defensivzone der Nieskyer erhielt Lea Glossmann die Scheibe. Der unmittelbar neben ihr positionierte Eisenbahner wollte den Puck erobern und prallte mit der Nieskyer Sportlerin zusammen. Dabei blieb diese verletzt liegen und konnte die Partie nicht mehr fortsetzen. Sie wurde leider in das Krankenhaus zur genaueren Untersuchung gebracht.

Die Prellböcke wünschen Lea eine baldige Genesung und eine schnelle Rückkehr auf das Eis.🙏🏻🍀

In der Folge gab es erhitzte Gemüter und viele Nicklichkeiten, die den Spielfluss zum Erliegen brachten. Die erste Pause sollte zur Beruhigung aller Beteiligten beitragen.

Im zweiten Spielabschnitt waren es wieder die Eisenbahner, die durch Gabor Vaczi, auf Vorlage von Christian Bormann in Führung gingen. Einen in Überzahl gut herausgespielten Angriff setzte er überlegt am Nieskyer Torhüter vorbei ins Netz. Ab diesem Zeitpunkt spürte man, dass es die Prellböcke waren, die das Spiel an sich rissen und sich vermehrt Vorteile verschafften. In eigener Überzahl wollten die Dresdner den Spielstand erhöhen, sahen sich jedoch plötzlich einem Konter ausgesetzt, den Thomas Meißner sehenswert zum umjubelten Ausgleich abschloss. Das sehr faire Nieskyer Publikum peitschte den Gastgeber nun nach vorn, nennenswerte Möglichkeiten waren bis zum Ende des zweiten Drittels jedoch Mangelware.

In der zweiten Pause schien Trainer Andreas Müller die richtigen Worte gefunden zu haben. René Böhme bewies wieder einmal seine Qualitäten vor dem gegnerischen Tor und lies Marc Höher zweimal in kürzester Zeit, jeweils nach Vorlage von Robert Zimmermann und einem intelligent spielenden René Seidel, keine Chance. Es lag eine Vorentscheidung in der Luft und als Andreas Müller innerhalb von 30 Sekunden einen Doppelpack schnürte, war der Sieg zum Greifen nah. Die Torando Reserve versuchte noch einmal alles, schaffte jedoch nur noch den Anschlusstreffer, den abermals Thomas Meißner sehenswert verwandelte. Der amtierende Meister spielte die restliche Zeit souverän und entführte drei Punkte aus Niesky, die am Ende noch ganz wichtig sein können.

Anders als in den vorherigen Spielen, die gegen die Frösche nach Penaltyschießen und gegen die Pinguine mit 0:4 verloren gingen, präsentierten sich die Eisenbahner als geschlossene Einheit, was der Grundstein zum Erfolg war. Einen großen Dank an die beiden Schiedsrichter Mathias Behr (Niesky) und Sven Schröder (Dresden), die ein mitunter emotionales Spiel mit Fingerspitzengefühl und Empathie leiteten.

Die Meisterschaftsfrage der DTL ist nun wieder offen. Mit Niesky, den Prellböcken und den Fröschen, haben nun noch drei Mannschaften die Chance auf den Titel, wobei die Frösche nun in der aussichtsreichsten Position liegen. Die Eisenbahner müssen nun die beiden schweren ausstehenden Spiele für sich entscheiden, um ein Wörtchen mitreden zu können.

Tornado Niesky Reserve – ESV „Die Prellböcke“ Dresden 3:6 (1:1; 1:1; 1:4)

Tore:

0:1 Gabor Vaczi (Toni Kober) 11:29

1:1 Daniel Höher 12:03

1:2 Gabor Vazci (Christian Bormann) PP1 24:07

2:2 Thomas Meißner SH 27:25

2:3 René Böhme (Robert Zimmermann) 43:31

2:4 René Böhme (Robert Zimmermann) PP1 46:38

2:5 Andreas Müller 51:19

2:6 Andreas Müller 51:43

3:6 Thomas Meißner 52:38

Strafen Niesky: 14 min Dresden: 14+20 min

völlig daneben!viele Fehler, bitte korrigierennaja, mittelmäßigguter Berichthervorragender Bericht (2 votes, average: 4,50 out of 5)
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